Nachhaltige Anlagen
Seit 2018 hat der Fonds in seinem Anlagereglement eine Politik für verantwortungsvolles Investieren verankert. Sie sieht vor, Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (nachfolgend «ESG») sowohl bei der Ausgestaltung der Anlagestrategie des Fonds als auch bei der Bewirtschaftung seiner Vermögenswerte zu berücksichtigen und so Investitionen in Anlageklassen und Unternehmen zu begünstigen, die sich durch gute Praktiken im Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen auszeichnen.
Im Jahr 2023 wurde diese Politik um eine Klimapolitik ergänzt, welche das Engagement des Fonds zur Unterstützung des Pariser Abkommens (COP 21) auf der Ebene seiner Anlagen formalisiert [1].
Die beiden in Zusammenarbeit mit der Nestlé Gruppe entwickelten Politiken stellen sicher, dass die Anlagen des Fonds mit den ESG-Werten von Nestlé und den klimapolitischen Verpflichtungen des Konzerns im Einklang stehen.
Im Jahr 2025 wurde das ESG-Monitoring der Anlagen des Fonds gemäss der etablierten Praxis fortgeführt. Die wichtigsten Punkte sind nachfolgend zusammengefasst.
1. Bewertung der ESG-Integration bei den Vermögensverwaltern des Fonds
Wir stellen fest, dass alle Vermögensverwalter, welche die Anlagen des Fonds betreuen, mit der Politik für verantwortungsvolles Investieren des Fonds im Einklang stehen. Die Bewertungen beruhten auf der expliziten Berücksichtigung von ESG-Kriterien in den Anlageprozessen der Vermögensverwalter – insbesondere beim Aktionärsengagement und bei der Stimmrechtsausübung an Generalversammlungen – sowie auf dem Umfang der personellen und materiellen Ressourcen, die sie diesen Themen widmen.
2. Bewertung der ESG-Risiken im Anlageportfolio des Fonds
Zur Beurteilung der ESG‑Risiken im Anlageportfolio wurde eine Liste von Unternehmen erstellt, die in besonderem Masse ESG‑Risiken ausgesetzt sind und in welche die vom Fonds beauftragten Vermögensverwalter im Rahmen ihrer Aktien‑ und Obligationenmandate investieren. Grundlage dieser Auswahl sind die in der Politik für verantwortungsvolles Investieren des Fonds definierten Themen. Diese orientieren sich an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen, dem die Nestlé-Gruppe seit 2001 angehört, ergänzt um zwei weitere Themenfelder: Klimawandel und Corporate Governance. Unternehmen, deren Praktiken in einem dieser Bereiche als unzureichend beurteilt werden, werden auf diese Liste aufgenommen.
Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass der Fonds nur in geringem Umfang Unternehmen mit erhöhten ESG-Risiken ausgesetzt ist.
3. Überwachung der Klimaverpflichtungen für die Anlagen des Fonds
Die Klimapolitik des Fonds legt einen Rahmen sowie messbare Ziele fest, um den Einfluss der Anlagen des Fonds auf den Klimawandel zu steuern.
Im Jahr 2025 sind die vom Fonds definierten messbaren Klimaziele für sämtliche bislang bewerteten Anlageklassen – Unternehmensobligationen, kotierte Aktien, Schweizer Immobilien und Infrastruktur – erreicht worden. Diese Resultate müssen sich jedoch über die Zeit bestätigen, insbesondere im Hinblick auf den bis 2027 gesteckten Zeithorizont.
4. Quantifizierung des Klimarisikos
Im Jahr 2025 wurde eine neue Analyse der potenziellen finanziellen Auswirkungen des Klimawandels auf das Anlageportfolio des Fonds durchgeführt. Sie basierte auf dem Modell und den Annahmen eines auf diesem Gebiet spezialisierten externen Beraters.
Untersucht wurde insbesondere ein extremes Klimaszenario («High Warming»), in dem der Temperaturanstieg gegenüber dem vorindustriellen Niveau bis 2050 rund +2.0°C und bis 2100 rund +3.7°C erreichen würde, was mit erheblichen physischen Klimarisiken für die Weltwirtschaft einherginge. Dieses Szenario spiegelt den derzeitigen Kurs wider, bei dem keine zusätzlichen Massnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergriffen werden.
Die zentrale Erkenntnis dieser Analyse ist, dass die für den Fonds erwarteten finanziellen Verluste in einem derartigen Extremszenario grundsätzlich verkraftbar wären. Gleichwohl ist festzuhalten, dass ein Übergangsszenario hin zu einer «Net Zero»-Wirtschaft, mit dem die Ziele des Pariser Abkommens erreicht würden, für den Fonds finanziell vorteilhafter wäre. Die in der Klimapolitik des Fonds verankerten Klimaverpflichtungen für die Anlagen bleiben daher entscheidend, um die Wahrscheinlichkeit eines «High Warming»-Szenarios zu verringern.
Schlussfolgerung
Abschliessend lässt sich festhalten, dass die im Jahr 2025 durchgeführten Analysen und Bewertungen im Bereich des verantwortungsvollen Investierens insgesamt zu positiven Ergebnissen für das Anlageportfolio des Fonds geführt haben. Der Fonds wird seine Anstrengungen im Dialog mit den Vermögensverwaltern jedoch fortsetzen, damit diese guten Resultate in den analysierten Unternehmen, Immobilienportfolios und Infrastrukturanlagen langfristig Bestand haben.
[1] Ziel des Pariser Abkommens ist es, die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2°C – möglichst auf 1.5°C – zu begrenzen, indem die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist bis 2050 eine globale Klimaneutralität erforderlich.
[2] https://www.globalcompact.ch/focus-areas/the-ten-principles
